Der Leitbild

(in Überarbeitung gemeinsam mit dem Qualitätsausschuss, Frühjahr 2017)

Wozu dieses Leitbild?

Das Tollhaus-Leitbild gibt unseren Wünschen und Zielen Ausdruck. Indem wir sie uns be­wusst machen, halten wir die Auseinandersetzung mit der Einrichtung lebendig. Unsere Ziele sind der Maßstab, an dem wir die Wirklichkeit messen und aus denen wir Kraft für Verände­rungen beziehen. Bei allen Veränderungen bewegen wir uns auf dem Boden der uns eige­nen Geschichte und Traditionen, wie sie von den Gründer-Eltern angelegt und von allen Kin­dern, Eltern und Erzieher/innen fortgesetzt und weiterentwickelt wurden.

Familie, Beruf und Gesellschaft

Das Tollhaus erlaubt den Eltern, einer Berufstätigkeit nachzugehen oder ein Studium/ eine Ausbildung zu machen, während sie ihre Kinder gut versorgt wissen. Aus unserer Sicht ist die Betreuung im Kinderladen die bessere Alternative: Zu Hause lässt sich weder die konti­nuierliche professionelle Förderung der Kinder leisten, noch die soziale Kompetenz gewin­nen, die den Kinder aus der andauernden Erfahrung des komplexen Geflechts an Beziehun­gen und Rollen erwächst. Das Tollhaus leistet einen gesellschaftspolitischen Beitrag: einer­seits indem es beiden Elternteilen die Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht, anderer­seits indem engagierte Erwachsene den Tollhaus-Kindern Verantwortung für die Gemein­schaft vorleben. Die Aufnahme allein erziehender Eltern und das Angebot integrativer Betreuung ist für uns selbstverständlich. Wir sind offen für Menschen aus ande­ren Kulturkreisen.

Pädagogik

In einer von gegenseitigem Vertrauen getragenen Atmosphäre können die Kinder sich frei, entsprechend der ihnen eigenen Persönlichkeit entfalten. Zuwendung, Freiräume, Grenzen und individuelle Förderung sind die Grundbausteine für eine gesunde Entwicklung wacher, selbstbewusster Kinder, die sich in die Gemeinschaft einfügen können, zunehmend selb­ständig werden und eigenverantwortlich handeln.

Gemeinschaft

Im Umfeld der Großstadt, der weit verbreiteten Lebensform der Kleinfamilie und zunehmen­der Vereinzelung bietet das Tollhaus ein Netzwerk aus Beziehungen an, in dem sich alle ent­sprechend ihrer Fähigkeiten und Neigungen engagieren. Hinsichtlich Verbundenheit, Identifi­kation und gegenseitiger Unterstützung dient der Idealtypus einer Großfamilie oder einer Dorfgemeinschaft als Vorbild. Alle Kinder, Eltern und Erzieher/innen werden als eigenstän­dige Persönlichkeiten respektiert und geschätzt, individuelle Grenzen und Freiräume werden geachtet. Auf dem sicheren Fundament der Gemeinschaft bleiben wir offen für neue Kinder, Eltern und Erzieher/innen.

Strukturen

In der Verwaltung und Organisation des Tollhauses haben wir eindeutige Strukturen sowie klar definierte Prozesse und Kompetenzen entwickelt, um unsere Kraft und Zeit möglichst effizient einzusetzen. Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung unserer Handlungs- und Kommunikationsstrukturen, um Reibungsverluste gering zu halten und entstehende Konflikte unter Einbeziehung aller Beteiligten konstruktiv zu lösen.

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